Zigarrenformate Erklärungen
11.07.2023

Zigarrenformate: Das sind die Unterschiede zwischen Corona, Robusto und Co.

Zigarren sind für viele Raucher der Inbegriff des guten Geschmacks. Wahre Genießer werden auch Aficionados genannt: Das Wort stammt aus dem Spanischen und heißt übersetzt Liebhaber. Viele von ihnen wissen, dass das richtige Zigarrenformat eine große Rolle spielt.

Möchten Sie Ihre erste Zigarre rauchen oder sind Sie bereits ein leidenschaftlicher Zigarrenraucher? Im Folgenden finden Sie die gängigen Zigarrenformate, die verschiedene Eigenschaften haben. Auch die Länge einer Zigarre spielt eine Rolle. Das macht sich im Geschmack und in der Rauchdauer bemerkbar. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Artikel.

Warum sind Zigarrenformate wichtig?

Zigarren kommen gerne einmal auf einem Junggesellenabschied, beim Pokerabend oder zur Geburt des ersten Kindes zum Einsatz. Andere wiederum rauchen die Zigarren bei einem Glas Wein am Abend, um sich vom stressigen Tag zu erholen. Handgedrehte Zigarren liefern Ihnen einen unverkennbaren Geschmack, der nach Tabak mit einem süßen Raucharoma duftet. Dabei ist jede Zigarrensorte anders: Das liegt zum einen an der Qualität der Tabakpflanze und der des Wrappers, also dem Deckblatt der Puppe. Zum anderen sind die verschiedenen Formate entscheidend, die sich mit dem bloßen Auge unterscheiden lassen.

Häufig ist es bei kleineren Zigarrenformaten der Fall, dass sie kompakter sind. Dadurch ist auch der Geschmack intensiver, den Zigarrenraucher oftmals als pikanter wahrnehmen.

Weitere Bezeichnungen für die Zigarrenformate sind im Übrigen Vitola oder - die veraltete Form - Façon. Die Formate lassen sich anhand verschiedener Kriterien definieren:

  • Die Länge,
  • das Ringmaß
  • und der Durchmesser

sollten vom Hersteller im besten Fall mit genormten Hilfsmitteln ermittelt werden, um ein gleichbleibendes Ergebnis zu erzielen. Das macht die hohe Kunst der Zigarrendreher aus. Aber Achtung: Es gibt keine Vorschrift, die die Formate festlegt. Mit der Zeit hat sich jedoch ein Richtwert für jedes Format entwickelt, woran sich die Hersteller orientieren. Ein Blick auf dieses Detail beim Kauf ist also immer lohnenswert!

Wie unterschieden sich die Formate der Zigarren?

Nicht jede Zigarre gleicht der anderen: Seitdem britische Soldaten im Jahr 1762 die Tabakwaren von Kuba nach Neuengland gebracht haben, ist der Zigarrenkonsum nicht mehr wegzudenken. Seither haben sich verschiedene Formen gebildet, die einen unverkennbaren Geschmack garantieren. Die Auswahl ist groß. Das gilt auch für die unterschiedlichen Eigenschaften der eingedrehten Tabakwaren:

  • Kurz und dick,
  • dünn und lang
  • oder schmal und klein

sind die meisten Zigarren, deren Tabak in eine dünne Schicht aus Deckblatt gewickelt ist.

Als Einsteiger sollten Sie jedoch zwei Gesetzmäßigkeiten kennen, welche eine klassische Zigarre auf jeden Fall erfüllt: Parejo und Figurado sind die zwei Namen, die Sie sich merken sollten. Eine Parejo-Zigarre hat einen zylindrischen Körper mit abgerundeten Ecken, während Figurado-Zigarren an einem oder sogar an beiden Enden spitz zulaufen. Bei der letzteren Variante ist die Tabakware unterschiedlich dick und voluminös.

Beim Zigarrenkauf achten Sie darauf, welche Unterformate mit angegeben sind. Diese sind dann mit petit, small oder long gekennzeichnet. Sind der Durchmesser und auch die Länge größer als üblich, dann finden Sie den Zusatz double bei der Beschreibung.

Warum beeinflussen die Länge, das Ringmaß und die Rauchdauer den Geschmack?

Die verschiedenen Zigarrenformate sind anhand verschiedener Kriterien zu bemessen. Dabei werden Ringmaß und Durchmesser gleichwertig verwendet. Wenn Sie also vom Durchmesser lesen, handelt es sich in der Regel um das Ringmaß. Grund dafür ist die englische Tradition, Dinge in Zoll und nicht in Metern zu berechnen. Das Ringmaß geben die meisten Hersteller mit an, um hier Transparenz zu schaffen.

Kleinere Zigarren sind kompakter, sodass ein intensiveres Raucharoma entsteht. Das ist in den meisten Fällen gegeben.

Die Annahme, warum das so ist, liegt klar auf der Hand: Bei kürzeren Zigarren mit einem kleineren Ringmaß ist die Luftzirkulation geringer. Das Aroma ist dadurch viel dichter, doch die Rauchdauer verkürzt sich. Darum ist es wichtig darauf zu achten, dass Sie die Rauchdauer verlängert. Das erreichen Sie, indem Sie weniger Züge pro Minute machen. Als Einsteiger sollten Sie ein zu heißes Rauchen vermeiden, indem Sie weniger kräftig ziehen. Andernfalls wird der Stumpen zu heiß. Mehr Tipps zum Rauchen einer Zigarre, finden Sie in unserem Artikel “So rauchen Sie eine Zigarre richtig”.

Welches sind die bekanntesten Zigarrenformate?

Churchill, Robusto oder Corona haben Sie schon einmal gehört? Das sind drei der beliebtesten und bekanntesten Zigarrenformate, die es weltweit gibt. Was macht sie so besonders, warum sind so begehrt und wie setzen sie sich voneinander ab? Und was hat es mit speziellen Zigarrenformaten auf sich? Wir haben Ihnen diese Punkte im Folgenden zusammengefasst. 

Das klassische Format: Corona

Eine Zigarre im Zigarrenformat Corona haben Sie sicherlich schon einmal gesehen, denn es ist der Klassiker in der Zigarrenwelt. Die Zigarre wirkt sehr elegant und ist nach dem spanischen Wort für Krone benannt. Das Deckblatt ist typischerweise zylindrisch geformt und die Corona-Zigarre weist einen Durchmesser von rund 15 bis 18 Millimeter auf. Die Geschmacksrichtungen sind je nach Hersteller verschieden: Manche Zigarren schmecken süßlich nach Vanille, andere wiederum sind scharf wie Chili oder weisen ein würziges Aroma beim Rauchen auf.

Die Rauchdauer einer klassischen Corona beträgt etwa 45 bis maximal 60 Minuten.

Das beliebteste Zigarrenformat: Robusto

Robusto: Der Name ist Programm. Wie sich bereits ableiten lässt, ist die Zigarre sehr robust und kompakt. Sie dient als Statussymbol für Reichtum und Macht, weshalb viele ranghohe Persönlichkeiten auf eine Robusto zurückgreifen.

Das Ringmaß beträgt etwa 50 Millimeter und die Länge fällt im Vergleich zu anderen Zigarren kurz aus. Gerade einmal rund 124 Millimeter ist die Robusto lang und passt perfekt in die Seitentasche eines Hemdes. Die Rauchdauer sollten Sie also zügeln, um das intensive Bouquet zu genießen. 40 Minuten sind dafür angemessen.

Churchill: benannt nach dem britischen Premierminister

Der ehemalige britische Premierminister Sir Winston Churchill ist bekannt gewesen für seine Zigarrenliebe. Er gilt als Aficionado, der nahezu immer mit einer Zigarre in der Hand abgelichtet wurde. Das Zigarrenformat Churchill ist nach ihm benannt und ist etwa 170 bis 200 Millimeter lang. Das Ringmaß von etwa 20 Millimetern beeinflusst die Rauchdauer, die klassischerweise bei 45 bis 50 Minuten liegt.

Welche Zigarrenformate sind speziell?

Ein ganz spezielles Zigarrenformat ist die Panatela: Sie ist lang und schmal und wird gerne von der Damenwelt bevorzugt. Darum ist dieses Zigarrenformat auch unter der Bezeichnung Damenzigarre bekannt.

Etwas anmutiger ist das Zigarrenformat Toro, das aus dem Spanischen übersetzt Stier heißt. Das Raucharoma ist sehr kräftig und nicht für jedermann geeignet.

Das Format Lonsdale dagegen ist sehr beliebt, das durch seine Länge von rund 180 Millimetern besticht. Die Rauchdauer beläuft sich auf rund 45 Minuten und das Aroma ist nicht zu intensiv. Die Lonsdale fällt durch ihre Eleganz auf und ist für einen stilvollen Abend perfekt. Übrigens, die Zigarre ist nach dem britischen Earl of Lonsdale benannt und hat ein Ringmaß von rund 42 Millimetern.

Das meist gekaufte kubanische Produkt ist die Mareva, die alle drei Deckblatt-Sorten beinhaltet. Sie hat ein Ringmaß von 42 Millimetern.

Tipps zur Auswahl des passenden Zigarrenformats

Das Rauchen von Zigarren will gelernt sein. Für den Einstieg ist es ratsam, wenn eine kurze Rauchdauer von 20 bis 45 Minuten gewählt wird. Pausen zwischen den einzelnen Zügen helfen, das Raucharoma intensiv wahrzunehmen.

Für einen kühleren Effekt greifen Sie auf Robusto-Zigarren zurück, die kleiner und dicker daherkommen. Als Einsteiger ist der Hitzeeffekt nicht zu verachten, um den Stumpen nicht zum Glühen zu bringen.

Echte Profis probieren sich in den unterschiedlichen Zigarrenformaten aus. Selbst bei den verschiedenen Herstellern gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Formaten. Das hängt mit dem Aroma, der Produktqualität und der Liebe zum Detail zusammen, die Hersteller in ihr Produkt einfließen lassen.

Wenn Sie Zigarren für eine größere Gruppe kaufen, fragen Sie nach den Vorlieben. Zudem ist es wichtig zu wissen, ob es Anfänger in der Runde gibt. Am besten stellen Sie Ihre Lieblingssorte vor oder Sie bieten eine bunte Mischung ab, sodass die Gruppe sich durch die verschiedenen Zigarrenformate testet.

Fazit: So finden Sie das beste Zigarrenformat für sich

Wie bei vielen Tabakwaren ist es ratsam, sich durch die verschiedenen Formate zu testen und den Geschmack zu erproben. Churchill, Corona und Robusto gelten als die klassischen Zigarrenformate, die für Einsteiger ideal sind. Spezielle Formate sind dagegen Panatela oder Lonsdale, die wahre Liebhaber gerne rauchen.

Allgemein gesagt setzte sich das Zigarrenformat aus

  • dem Ringmaß,
  • dem Durchmesser
  • und der Länge

zusammen. Diese Dinge beeinflussen den Geschmack und auch die Rauchdauer.

Als Einsteiger ist es ebenfalls empfehlenswert, eine Half Corona zu rauchen. Tasten Sie sich an die verschiedenen Zigarrenformate heran, um für sich die beste Wahl zu treffen.